Herzflüstereien – Daniela Hofbauer

‘Nichts tun’ und das Universum

Ein lieber Kollege erzählte mir mal beim Mittagessen, dass er am Wochenende öfter mal NICHTS tue.

Ich erinnere mich genau an dieses Gespräch und weiß noch heute, wo wir in der Kantine meines Kunden saßen. Ich schaute ihn damals einfach nur mit großen Augen an und versuchte krampfhaft zu verstehen, was er mit ‚nichts‘ meinte. Mein logischer Verstand konnte sich ‚nichts‘ genauso wenig vorstellen wie die unendlich Weite des Universums.

Immer on Tour. Super tolle Erlebnisse. Aber immer ‚on the run‘. Im Freizeitstress.
Die Einfachheit des Innehaltens konnte ich kaum aushalten.

Ich hatte es verlernt.

Nicht mal ein paar längerwierige gesundheitliche Themen hatten es geschafft, mir den Spiegel vor die Nase zu halten. Da. Brauchte es schon ein bisschen was heftigeres, um so langsam aus meinem Kettenkarussell auszusteigen.
Es war einfach so normal für mich, so dass ich nie hinterfragt habe. Das ist das Verrückte an uns Menschen und dem Unterbewusstsein.
Wir müssen erst mit der Nase in den Schlamm gedrückt werden, um zu realisieren, dass wir schon die ganze Zeit bis zu den Knien darin rum laufen.

Gott sei Dank habe ich auch sehr treue und liebe Freundinnen. In meinen besten Zeiten hab ich am Wochenende nicht nur eine Verabredung geplant, sondern im Idealfall ‚perfekt getaktet‘ gleich zwei oder drei hintereinander.
Ich hab damals nicht mitgekriegt, wie unglaublich ich mich und auch meine Mitmenschen damit gestresst habe. Ich war immer auf dem Sprung. Immer in Zeitmangel. Und dadurch vor allem nie präsent im Hier und Jetzt.
Der Blick auf die Uhr und der Zeittakt ließen nicht zu, sich dem Flow des Momentes und der Begegnung hinzugeben.
Wie oft war ich mit meinen Lieblingsmenschen zusammen, aber trotzdem nicht wirklich da…

Und ich war so abgeschnitten von mir selbst, dass ich es nicht mitbekommen habe, wie ich vor mir weggerannt bin. Ganz oft rennen wir durch unser Leben, weil wir fürchten, beim Anhalten uns selbst zu begegnen. Und dabei festzustellen, wie unfertig und unperfekt wir sind und wie wenig wir uns selbst in diesem Zustand mögen.
NICHTS zu TUN ist genau der erste Schritt, sich selbst im jetzigen Augenblick ganz und gar zu erfahren und zu fühlen.
Natürlich geht das nicht nur mit NichtsTun, sondern auch beim Spazieren gehen mit einem Hund, beim kreativen Wirken in einer Tätigkeit, die wir lieben.
Die wunderbarste Art ist jedoch nach wie vor für mich, sich wirklich mal eine komplette Pause zu gönnen und wahrhaft NICHTS tun und nichts TUN. Aus dem Fenster hinaus zu schauen oder in Dein Inneres hinein. Ich bin heute immer noch verblüfft, wie wenig wirklich NICHTS dabei dennoch entsteht.
Aber ohne etwas zu TUN.
Es passiert einfach von selbst. Dann entdeckst Du plötzlich, dass das Universum gar nicht so weit weg ist, sondern Du es auch in Dir selbst findest.

Probier’s doch mal aus.

🦋 Love, Daniela

P.s.: Wenn Du nicht weißt wie, komm doch gerne in mein nächstes Online-Stille-Retreat „Seelenzeit“. 💗😊
Trag Dich einfach in meinen LoveLetter ein, damit ich Dich über die nächsten Termin informieren kann.

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