Herzflüstereien – Daniela Hofbauer

Die ultimative Strategie gegen ‘Morning Blues’

Wenn es etwas gibt, dass ich seit Monaten trotz intensiver Mindest Arbeit und viel Willensstärke absolut nicht im Griff habe, dann ist es meine Gedankenhygiene zwischen dem ersten Aufwachen und dem tatsächlichen Aufstehen. 
Dummerweise reißt mich der erste Vogel-Piep täglich noch vor 5 Uhr ab fast sofort aus meinem Schlaf. Und das gefühlt, seitdem ich keinen Wecker mehr zu arbeiten brauche. 
Und eigentlich länger schlafen könnte. 
Diesem Tier und auch meinem Körper scheint es völlig wurscht, ob ich um 22 Uhr oder um 1 Uhr nachts ins Bett gegangen bin.
Ich kann wirklich den Wecker danach stellen. Ich wache immer – wirklich immer – um diese Uhrzeit aus der Tiefschlafphase auf. Zugegeben auch ohne Vogel. 

Mein logischer Verstand ist schlau genug, um zu wissen, dass ich jetzt aufstehen sollte. In der Regel bin ich sogar hellwach, wenn ich von selbst aufwache. 
Aber meine Programmierung sagt mir „Määäh. Was soll ich so früh schon aufstehen? Was mach ich dann? Es ist doch so kuschelig im Bett.“

Ich hab nun mal super bequeme Matratzen. Das macht das leichte Aufstehen nicht leichter.

Gar nicht kuschelig aber ist es in meinem Kopf, wenn ich dann nicht aufstehe. 

Dann döse ich nämlich wieder weg und falle in einen verstörendenHalb Schlaf – Halb Wach Zustand. In diesem Zustand machen sich Sorgen, Ängste, alte unangenehme Erlebnisse und auch sonst nur Unsinn in meinen Gedanken und damit auch Emotionen breit. Und weil ich dann nicht mehr richtig wach bin, kann ich das alles auch nur noch bedingt kontrollieren und verändern. 
Was tagsüber gar kein Problem mehr ist, wird in dieser Phase regelrecht zu einem Albtraum, der mich richtig stresst. 

Und so suchte ich schon seit geraumer Zeit nach einer ultimativen – leichten – Lösung, die mich frisch, froh und frei am Morgen mit guter Laune aus dem Bett hüpfen lässt. Es gab immer mal wieder Phasen, in denen das alles kein Thema war. Mein Job zwang mich lange dazu, aufzustehen, so dass ich keine Zeit für dumme Gedanken hatte. 

Nach einem Sri Lanka Urlaub habe ich sogar mal für ganze 3 Monate jeden morgen um 6 Uhr bereits eine Stunde Yoga gemacht. Das war ein gigantisches Gefühl, mit dem ich dann danach in den Tag gestartet bin. Nur irgendwann hat diese Schweineratte wieder von mir Besitz ergriffen und vorbei wars mit dem Happy Morning feeling.
Nachdem schließlich alle meine Versuche gescheitert sind, einfach mal für einen längeren Zeitraum einfach gut gelaunt und energiegeladen zur Vogel-Weckzeit aufzustehen, war ich mit meinem Latein am Ende. 

Ich tat, was ich seit ein paar Jahren tue, wenn das das Fall ist – ich lasse los und übergebe das Thema Gott oder meinem Höheren Selbst. Wenn ich selbst nach echter Anstrengung nichts mehr tun kann, dann soll sich doch jetzt bitte jemand anderes drum kümmern und mir eine Lösung herbeizaubern. Diese Strategie hat sich schon in einigen wirklich kniffligen Situation echt auf wundersame Weise bewährt. Dazu gerne ein anderes Mal mehrt. 

Ich saß also vor knapp 3 Wochen morgens auf meinem roten Meditations-Sessel (natürlich nicht gestylt und geschminkt wie auf dem Foto, sondern im Schlafanzug und mit verquollenen Augen 🥱) und sagte zu mir selbst: „Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, dieses Aufstehthema in den Griff zu kriegen. Ich WILL das einfach.
Ich BRAUCHE jetzt bitte wirklich eine Lösung!“

Am nächsten Tag telefonierte ich spontan mit einer Freundin. Ich ‘jammerte’ mal wieder (nur ein bisschen aber, eher so lösungsorientiert) über meinen Morning Blues, woraufhin sie den ultimativen Vorschlag machte.
„Lass uns doch morgen online treffen und gemeinsam eine Morgenroutine machen.“
WOW – ich war geflasht. 🤩 Das war genau DIE Antwort auf meinen Wunsch ans Universum. 💃

Wir machen das einfach zu zweit und pushen uns dazu, die Schweineratte zu besiegen. Und weil man ja coole Vorsätze am besten innerhalb von 48 Stunden schon umsetzen und beginnen soll, um in der Energie der Absicht zu bleiben, haben wir gleich am nächsten Tag begonnen. 

Mit unserem ‚Soulful Morning’ Projekt‘ 💃💃💃

Wir treffen uns jetzt jeden Morgen um 6h über Video. Im Schlafanzug und ungestylt 😄
Mit Austausch zu unseren Vortages-Highlights und was gut gelaufen ist. Ausrichtung auf den Tag und worauf wir uns freuen. 
Manchmal rutschen wir ins Geschichten erzählen ab und sind schon mal eine Stunde zusammen, aber unterm Strich ist das Ergebnis des Austauschs immer gute Laune.
Danach mache ich noch ein bisschen Yoga und meditiere. Noch bevor der Tag also richtig startet, hab ich schon Erfolgserlebnisse kreiert. Das ist ein echter Game Changer.

Der größte Aha-Effekt für mich ist heute – an Tag 15 – unseres Projektes: 

„Ich muss nicht alles alleine schaffen. Und es ist total ok, mir solange Unterstützung zu suchen, wie es für mich gut und wichtig ist. “

Die Tatsache zu wissen, was ich für ein leichteres Leben brauche, führt zu genau einer logischen Folge.  
Nämlich genau das dann auch zu tun. Und dem Ego keinen Raum für ‚wenn‘ und ‚aber‘ zu lassen. 

Schreib mir doch gerne mal, wie Du Deinen Morgen startest und was Du für Erfahrungen mit Deiner Morgenroutine gemacht hast. 

Und wenn Du Lust auf eine ‘Soulful Morning’ Community hast, lass mir doch einen Kommentar hier. Oder melde Dich zu meinem LoveLetter an. 😄 Da ist möglicherweise was in der Planung. 😊

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